Aufhebungsvertrag

Genau wie eine Kündigung dient ein Aufhebungsvertrag zur Auflösung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses. Der entscheidende Unterschied ist hierbei allerdings, dass diese Auflösung mit beiderseitigem Einverständnis geschieht – ergo eine einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Bei Aufhebungsverträgen müssen die Bestimmungen des Kündigungsschutzgesetzes  nicht beachtet werden. Aufhebungsverträge sind nur in schriftlicher Form rechtskräftig.

Risiken eines Aufhebungsvertrags – Rechtsanwalt Schwarz erläutert

Was zunächst sehr lukrativ klingt, ist mit gewisser Vorsicht zu genießen. Die Vorteile, die sich für die Arbeitnehmerseite ergeben, halten sich in einem überschaubaren Rahmen. Arbeitnehmer können zumeist mit einem guten Arbeitszeugnis und einer Abfindung rechnen, in aller Regel überwiegen jedoch die Nachteile. Ein Aufhebungsvertrag hat gleichermaßen arbeitsrechtliche wie auch sozialversicherungsrechtliche und damit verbunden auch wirtschaftliche Konsequenzen, die wie folgt aussehen:

  • Sperrzeit für Arbeitslosengeldbezug
  • Verlust des Krankenversicherungsschutzes
  • Verrechnung der Abfindung mit dem Arbeitslosengeld

Der Arbeitgeber drängt auf Unterschrift des Aufhebungsvertrags?

Arbeitnehmer sollten hier die Contenance bewahren, der Arbeitgeber kann das Unterschreiben des Aufhebungsvertrags nicht erzwingen. Auch von leeren Drohungen eines schlechten Arbeitszeugnisses oder einer fristlosen Kündigung sollten sich diese nicht unter Druck setzen lassen. Sie nehmen am besten Kontakt zu einem Rechtsanwalt – besser Fachanwalt für Arbeitsrecht - auf, um das Pro und Contra eines solchen Vertrags sicher abzuklären. Keinesfalls sollte ohne ausreichende Bedenkzeit einfach unterschrieben werden! Ein einmal unterschriebener Aufhebungsvertrag kann nur noch unter sehr strikten Voraussetzungen angefochten werden.

Ihr Anwalt zum Thema: Joachim Schwarz

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