Kontokorrentkredit

Unter einem Kontokorrentkredit versteht man eine von einem Bankinstitut auf einem Girokonto eingeräumte, befristete Überziehungsmöglichkeit, die der Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe dienen soll. Aus diesem Grund ist ein Kontokorrentkredit jederzeit und ohne Zwischenschritte abrufbar. Genauso bedarf es im Rahmen eines Kontokorrentkredits keiner expliziten Ankündigung der Rückzahlung. Diese kann jederzeit geleistet werden.

Ein Kontokorrentkredit ist ein Darlehen im Sinne des § 488 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), das auf dem Girokonto eingeräumt wird. In einem solchen Fall existiert kein separates Kreditkonto mit dem die Verrechnung vorgenommen wird.

Der am häufigsten auftretende Kontokorrentkredit ist der Dispositionskredit, der Privatpersonen im Rahmen ihres Girokontos eingeräumt wird. Aber auch Unternehmen bedienen sich Kontokorrentkredite. In einem solchen Fall wird häufig von einem Betriebsmittelkredit gesprochen, der beispielsweise den Zeitraum zwischen Gehaltszahlungen und Umsatzeingängen überbrücken soll. Ansprechpartner ist Ihr Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

Ihr Anwalt zum Thema: Markus Jansen

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