Neuss

Dom in Neuss

Die Geschichte der Stadt Neuss reicht über 2000 Jahre bis in die Zeit des römischen Kaisers Augustus zurück. Schon im Jahr 16 vor Christus errichteten die Römer südlich der heutigen Altstadt, an der Mündung der Erft in den Rhein, ein großes Militärlager. Damit zählt Neuss zu den ältesten Städten Deutschlands. Aus dem Militärlager wurde im Laufe der Jahre ein bedeutender und florierender Handelsplatz und Anfang des 12. Jahrhunderts entstanden die ersten Befestigungen. Viele der historischen Stätten sind noch heute erhalten und können besichtigt werden.

Im Mittelalter gewann Neuss auch aufgrund seiner hervorragenden geografischen Lage weiter an Bedeutung und fiel im 10. Jahrhundert an die Kölner Kirche. Unter dem Einfluss der Erzbischöfe entwickelte sich Neuss zur Handelsstadt. Die Existenz eines Marktes wird zum ersten Mal im Jahr 1138 urkundlich erwähnt. Allerdings dürfte auch schon früher ein reger Handel stattgefunden haben. Schon 1190 wird Neuss erstmals offiziell als Stadt bezeichnet, nur wenige Jahre später wurde die große Stadtmauer errichtet. Im 13. Jahrhundert wurde Neuss Mitglied der Hanse. Mit der Überführung der Gebeine des Märtyrers und Tribuns Quirinius von Rom nach Neuss im 10. Jahrhundert begann die Heiligenverehrung und Neuss entwickelte sich zu einem Wallfahrtsort. Zu Ehren des heiligen Quirinius wurde das Neusser Quiriniusmünster gebaut.

Seine wirtschaftliche Blüte erreichte Neuss im späten Mittelalter und wurde ab dem 15. Jahrhundert auch immer wieder Schauplatz von Kriegen und Besatzungen, u.a. durch Spanier und Franzosen. Durch die Kriege verlor Neuss an Wirtschaftskraft und an Bedeutung. Erst im 19. Jahrhundert konnte sich die Stadt davon wieder erholen.

Durch die Industrialisierung wuchs die Bevölkerungszahl Ende des 19. Jahrhunderts auf ca. 17.500 Einwohner. Zu bedeutenden Wirtschaftszweigen wurden die Textilfabriken und Ölmühlen. Ebenso forcierte der Hafen die wirtschaftliche Entwicklung. Auch durch Eingemeindungen stieg die Einwohnerzahl stetig an. Heute leben etwa 150.000 Menschen in Neuss.

Einen festen Platz in der Historie und Tradition von Neuss haben auch die Bürger-Schützen. Das Schützenfest wird jedes Jahr am letzten August-Wochenende gefeiert und ist auch für Nicht-Schützen jedes Mal wieder ein Erlebnis. Das Neusser Bürger-Schützenfest gilt als das weltweit größte, das von einem einzigen Verein ausgerichtet wird. Regelmäßig nehmen mehr als 7000 Schützen und Musiker an dem Fest teil – ein großes Volksfest für Jung und Alt. Ausrichter des Neusser Bürger-Schützenfestes ist der Neusser Bürger-Schützen-Verein e.V., in dessen Komitee Rechtsanwalt Markus Jansen ehrenamtlich tätig ist.

Die abwechslungsreiche Historie ist in Neuss noch an vielen Orten erlebbar. Eingebettet in die reizvolle rheinische Landschaft und in Nachbarschaft zu Köln und Düsseldorf ist Neuss mit allen Verkehrsmitteln bequem zu erreichen.