Unterbilanzhaftung

Eine GmbH muss im Handelsregister eingetragen werden. Erst dann gilt die beschränkte Haftung. In der Vor-GmbH besteht Verlustdeckungshaftung der Gründer, die mit der erfolgreichen Eintragung von der sogenannten Unterbilanzhaftung, die auch als Differenz- oder Vorbelastung bezeichnet werden kann, abgelöst wird.

Eine erfolgreiche Eintragung setzt ein Stammkapital voraus. Dieses darf nach der Eintragung nicht für Verbindlichkeiten benutzt werden, die sich noch aus der Vor-GmbH ergeben. Das Stammkapital muss also vollständig unbelastet sein. Für jede Altlast, die das Stammkapital schmälert, haften die Gesellschafter persönlich.

Gesellschafter sollten also vorsorglich die finanzielle Situation der GmbH zum Zeitpunkt der Handelsregistereintragung, idealerweise in Form einer Zwischenbilanz, dokumentieren. Im Falle einer späteren Inanspruchnahme liegt die Beweislast, die Handelsregistereintragung mit zweifelsfrei positiver Bilanz vollzogen zu haben, bei der Gesellschaft beziehungsweise dem Insolvenzverwalter.

Ihr Anwalt zum Thema: Markus Jansen

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